Mittwoch, 19. März 2014

Wie Monde so silbern - Marissa Meyer



Wie Monde so silbern - Marissa Meyer (Rezension)

Verlag: Carlsen
Preis: 18,90€
Seitenzahl: 381 Seiten
Genre: Jugendbuch
Format: Gebunden
Altersempfehlung: ab 12 Jahre
Erscheinungsdatum: Dezember 2013





Die Mechanikerin Cinder lebt zusammen mit ihrer Stiefmutter und ihren zwei Stiefschwestern in Neu-Peking und versucht sich allem Übel zum Trotz von ihnen und ihrer misslichen Lage nicht unterkriegen zu lassen.
Eines Tages taucht Prinz Kai an ihrem Marktstand auf, was unzählige Fragen aufwirft: Warum benötigt Prinz Kai gerade ihre Hilfe und was hat es mit dem plötzlichen Besuch der kriegslustigen Königin von Luna auf sich? Stimmt es, dass die Königin den Prinzen heiraten will?

Sämtliche Ereignisse überschlagen sich und es kommt sogar dazu, dass sich Cinder heimlich auf den großen Ball schleichen muss, um einen schrecklichen Krieg zu verhindern. Dabei verliert sie jedoch mehr als nur ihren Schuh ...





Während der ersten zwanzig Seiten des Buches fiel es mir sehr schwer, in die Geschichte herein zu kommen. Das soll jetzt allerdings keine negative Kritik am Buch sein, denn ich denke, dass das eher der Tatsache geschuldet ist, dass ich nie Science-Fiction lese oder geschweige denn mir auch nur mal einen Film dazu anschaue. Das Ganze ist einfach nicht so mein Ding und gerade in den ersten Seiten war das noch recht neu für mich. Trotzdem habe ich, als ich einmal richtig in die Geschichte eingetaucht war, das Buch geradezu verschlugen. Das spricht eindeutig für die gute Qualität dessen, was Marissa Meyer da erschaffen hat, denn sonst hätte ich das Buch zur Seite gelegt und nie wieder zur Hand genommen.

Ich war so sehr davon fasziniert, wie die Autorin es geschafft hat, verschiedene Genres (Science-Fiction, Fantasie, Liebesgeschichte...) miteinander verschmelzen zu lassen, eine komplett eigene Welt zu erschaffen und trotzdem durch die typischen Elemente des Märchens "Cinderella" immer wieder auf die zauberhafte Märchenwelt zu verweisen. "Wie Monde so silbern" ist eine völlig eigenständige Geschichte und trotzdem musste ich als Leser oft lächeln, wenn ich wieder ein Detail aus "Cinderella" entdeckt hatte, welches sie so unscheinbar in der Geschichte verpackt hat.
Auch wenn mich am Anfang dieser detailreiche Technik-Schnick Schnack etwas gestört hat, muss ich im Nachhinein sagen, dass dieser zur Geschichte einfach dazugehört und dem Buch doch etwas gefehlt hätte, wenn die Autorin weniger auf diese Details eingegangen wäre. Außerdem prasselt dieser Teil auch nur zu Beginn des Buches so stark auf den Leser ein und man gewöhnt sich doch recht schnell daran.

Marissa Meyers Schreibstil hat das Lesen dieser Geschichte zu einem Genuss werden lassen. Er war leicht und trotzdem nicht zu einfach, als das der Leser sich davon hätte gestört fühlen können.
Mit Cinder fiebert man von der ersten Sekunde an mit, weil es auch zu Beginn der Geschichte schon spannend losgeht. Cinder war mir zwar nicht von Anfang an ans Herz gewaschen, aber im Laufe des Buches hat sie es doch geschafft, mein Herz zu erobern. Im Gegensatz dazu, mochte ich den Prinzen auf Anhieb. Er war so sympathisch und man spürte immer seine enge Verbundenheit zum Volk und sein Mitgefühl für dieses. Man lernt ihn von seiner starken aber auch verletzlichen Seite kennen und das macht ihn einfach zu meinem Liebling.

Viel mehr möchte ich zum Buch gar nicht schreiben, weil ich denke, dass jeder für sich selbst dieses Buch genießen sollte. Ich habe es geliebt, in diesem Abenteuer zu versinken und freue mich schon riesig auf die weiteren Bände.






Dieses Buch ist einfach grandios! Es ist fantastisch, wie es Marissa Meyer geschafft hat, eine völlig neue Geschichte zu kreieren und trotzdem immer wieder Elemente aus dem Originalmärchen einfließen zu lassen. Mit viel Liebe zum Detail hat sie eine völlig neue Welt erschaffen, die mich gänzlich in ihren Bann gezogen hat. Dieser Genre-Mix aus Science-Fiction, Märchen und Jugendbuch hat mich völlig überzeugt und mir ein himmlisches Leseerlebnis beschert.
Ich lese gerade den zweiten Band und kann euch versprechen, auch wenn es anders wird, wird es nicht weniger spannend und mitreißend.






Gestaltung: 5/5
Idee der Geschichte: 5/5
Umsetzung: 5/5
Charaktere: 5/5
Sprache: 5/5
Unterhaltungswert: 5/5
Ideenreichtum: 5/5
Nachdenklichkeit: 4,5/5
Bildungswert: 4/5
Lesetempo: 5/5

Gesamte Punktzahl: 48,5/50  

Der erste Teil der Luna-Chroniken ist das beste Buch, das ich seit langem gelesen habe. Wenn mein Bewertungssystem es hergeben würde, würde ich diesem Meisterwerk sogar mehr als fünf von fünf Büchern geben. Ganz klar eine große Empfehlung von mir für "Wie Monde so silbern".



Kommentare:

  1. Sehr schöne Rezi zu einem Buch, dass auch irgendwann nochmal gelesen werden muss! :)
    Überhaupt hast du einen super süßen und hübschen Blog! GlG

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Oh, vielen lieben Dank! Du bist wirklich süß :) Ich freue mich sehr über deine netten Worte.

      Liebe Grüße
      Nicole

      Löschen
  2. Tolle Rezi♥ Ich muss,muss, muss das Buch einfach lesen....*-* :D
    LG

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke schön :) Ja, ich denke, du solltest dir das gute Stück wirklich nicht entgehen lassen!

      LG Nicole

      Löschen
    2. Ich habe dich übrigens getaggt
      http://www.lenasbuecherwelt.blogspot.de/2014/03/3-mal-der-liebster-award.html
      Und würde mich freuen, wenn du mitmachst!
      LG

      Löschen
    3. Vielen Dank fürs Taggen! Ich mache natürlich sehr gern mit :)

      LG Nicole

      Löschen